Umgang mit Trollen (möglichst) ohne Hausrechtsanwendung
Hintergrund
Hausrechtslogik ist nicht immer anwendbar (z.B. in Gemeinschaftsblogs schwierig, wie kann auf offenen Plattformen mit Trollen umgegangen werden?).
Grundfrage
Unterscheidung zwischen Trolling und „echter“ Meinungsäußerung?
Probleme
- Streit mit Trollen kostet Zeit, die nicht für sinnvolles verwendet werden kann.
- Unkommentierte Troll-Äußerungen könnten für akzeptierte/nicht widerlegbare Positionen gehalten werden.
Ansätze
- Crowdsourcing/Bewertungssysteme: problematisch in politischen Kontexten, Wertung dort meist stärker nach politischer Ausrichtung als nach Beitragsqualität.
- Hausrechtsanwendung weniger problematisch, da im Internet vergleichsweise leicht(er) alternative Orte zur Meinungsäußerung erreichbar sind.
- Subversiver Umgang (s.u.) mit Kommentaren.
- Zum Teil auch stehen lassen, kann Solidarisierung und Wahrnehmung der Trolle bzw. dahinterstehender Gruppierungen ermöglichen.
- Thematisierung bringt aber auch Trollen einen Teil der Wahrnehmung, die sie suchen.
- Kommentarregeln/Netiquette transparent machen.
Varianten subversiven Umgangs
- Trollbingo (-> http://maedchenmannschaft.net/we-proudly-present-the-glaub-ich-first-german-a...>
- Extreme Kommentare sammeln und in Screenshots blossstellen,
- Werbeseite mit extremen Kommentaren zur Blogfinanzierung oder zumindest als Gegenanreiz zum trollen.
Eventuell gibts ne Workshop-Fortsetzung morgen.