Das Leben mit Kind...

… fängt schon weit vor der Geburt an. 
Genderterror und binäre Zwangszuweisungen sind allgegenwärtig und greifen auf Kinder und Eltern über. „Männer“ als Störfaktor in Kinderärzt_innenpraxiswartezimmern oder Krankenhäusern. Per Zuschreibung gehört das Kind zur „Frau“ und hat gefühlt 24 Stunden an der Mutter zu kleben. 
Alte Probleme wie Kinderbetreuung, fehlende Infrastruktur (Wickelplätze, Kindergärten) nach wie vor ungelöst…

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Geschlechterstereotype Zuweisungen in Bezug auf Kindern immer noch so klischeehaft wie eh und je, geschlechtsneutrale Kleidung kaum oder nur sehr teuer zu haben, bisher sind Mikrostategien jenseits des „Babydrags“ kaum vorhanden, bzw. von den Sessionbeteiligten nicht als konkrete Idee formulierter.

Eine offene Frage: Wie schaffen wir es unsere gendersensiblen Erziehungsvorstellungen zu realisieren, ohne dies zu stark auf dem Rücken des eigenen Kindes auszutragen. Gezielte, dogmatische Indoktrination kann nicht der Weg sein. Der Einfluss von außen ist nicht wegschaltbar. Mann, Frau, Mama, Papa, Junge, Mädchen, Pullermann, Uschi, … überall sind binäre ansprachen. Gerade in Schulen, Kindergarten etc. ist es oft schwer für Kinder entgegegen tradierter Rollenmuster aufzutreten, trotz einiger positiver Gegenbeispiele („als Junge mit Dirndl in der Grundschule, ohne Stress zu bekommen“).

Die Elternrolle gerät in der Session immer wieder in den Fokus, aber kann es sein, dass gesellschaftliche Verantwortung nur auf den unmittelbaren Eltern liegt? Andererseits: wie viele „Erziehungsrechte“ möchte mensch abgeben? … Angefangen bei der Ernährung können Einstellungen, Handlungen, Erziehungsmethoden bei „Dritten“ immer Bauchschmerzen bei Eltern verursachen, die aber auch gleichzeitig als Chance begriffen könnte, mal „loszulassen“. Sinnbildlich: die (Groß)Eltern/Freund_innen als bewusste Verziehungsinstanz.

Was können Alternativen sein? 
(Groß)familiäre Betreuung, Unterstützung aus dem Freundeskreis, Hausprojekte, Babysitter-Ringe?

Posted by ABC Hüll